Spamfreies Internet

Richtlinien für E-Mail Marketing


Die auf dieser Seite beschrieben Richtlinien für das e-Mail Marketing gelten für Webseitenbetreiber und Verantwortliche, die sich dem Aktionsbündnis "Spamfreies Internet" angeschlossen haben.

Diese Richtlinien sind notwendig um SPAM (nicht erwünschte emails) von erwünschten eMails (zum Beispiel Newsletter, Kundenbeziehung) deutlich abzugrenzen.

§1 Erhebung von Adressen

Sollen Adressen zum Zwecke des eMail Marketings erhoben werden, so ist dabei vorrangig zu beachten, dass keine Person, Firma oder Organisation gegen deren Willen eMails erhält. Um dies zu gewährleisten wird das "Double Opt-in Verfahren" gewählt.

Hierbei trägt sich der Interessent auf einer zum Beispiel auf einer Webseite ein und erhält im Anschluss daran eine Bestätigungsemail an seine angegebene eMail-Adresse. Um die Anmeldung zu bestätigen, muss der Adressat nochmals explizit einen Link in dieser Willkommensnachricht anklicken. Die Bestätigungsemail darf keine Werbung enthalten. Vielmehr sollte sich der Inhalt dieser Bestätigungsemail auf die zentralen Informationen zu dem Dienst, für den die Registrierung erfolgt, beschränken.

Andere Verfahren zur Adresserhebung sind ausschließlich dann zulässig, wenn bewiesen werden kann, dass der Adressat sich selber eingetragen, beziehungsweise angemeldet hat. Keinesfalls darf der Adressat gegen seinen Willen angeschrieben werden.

"Gekaufte" Adressbestände sind grundsätzlich problematisch und werden daher von Mitgliedern des Aktionsbündnisses NICHT verwendet.

Die Einwilligung darf vom Empfänger / Interessenten nicht mehr Daten verlangen, als zur Erbringung der Leistung notwendig ist. Dem Interessenten muss es möglich sein, sich ggf. auch mit einem Pseudonym registrieren zu können.

§2 Nachvollziehbarkeit

Es muss nachvollzogen werden können, wann und wie die jeweiligen Adressen erhoben worden sind. Dies ist über entsprechende technische Protokolle beziehungsweise Datenbankeinträge zu gewährleisten.

§3 Abmeldung - Austragung - Widerruf

Jede eMail ist mit einem Hinweis zu versehen, der über die Möglichkeit des Widerrufs informiert. Zu diesem Zwecke muss jede eMail einen Link beinhalten, der es dem Empfänger dieser Mail ermöglicht, sich abzumelden. Zudem muss es auch möglich sein, eine Austragung per "normaler" Antwort auf die eMail zu beantragen. Dabei sind auch auf diesem Wege erfolgte Abmeldungen schnellstmöglich zu bearbeiten. Für die Übersendung des Widerspruchs dürfen keine ungewöhnlich hohen Kosten entstehen (z.B. 0900 Rufnummern).

§4 Negativliste

Es ist eine betriebsinterne Negativliste zu führen. In dieser Negativliste (engl.: blacklist = "Schwarze Liste"), werden die Adressen von denjenigen Empfängern gespeichert, welche keine weiteren eMails mehr erhalten möchten. Bevor erneut eMails versendet werden, erfolgt ein Abgleich mit dieser Blacklist. Allerdings lässt sich diese Vorgehensweise selbstverständlich nur dann umsetzen, wenn die Empfänger nicht auf die vollständige Löschung ihrer Daten bestehen.

§5 Umfeld der Erhebung von Adressen

Bei der Erhebung der Adressen ist grundsätzlich dafür Sorge zu tragen, dass diese keinesfalls in verfassungsfeindlichen oder anderen gesetzwidrigen Seiten generiert werden. Weiterhin muss darauf geachtet werden, dass die Adresserhebung nicht mit der Hilfe von vorgetäuschten Gewinnversprechen geschieht.

§6 Weitergabe von email Adressen an Dritte

Die Weitergabe von Adressen an Dritte wird ausgeschlossen. Die Teilnehmer am "Aktionsbündnis Spamfreies Internet" versenden emails, weil die Interessenten eine Beziehung zum jeweiligen Anbieter aufrecht erhalten wollen. Diesem generellen Interesse widerspricht die Weitergabe von Adressen. Hiervon unberührt bleibt die Möglichkeit Werbung von dritten Firmen in die eigenen Nachrichten einzubinden.

§7 Datenschutz

Die jeweiligen eMail-Adressdaten sind selbstverständlich stets unter Beachtung der aktuellen Regelungen, die das Bundesdatenschutzgesetz vorgibt, zu behandeln. Keinesfalls darf eine Weitergabe der Daten ohne die ausdrückliche Zustimmung des jeweiligen Inhabers erfolgen. Eine Ausnahme stellt dabei lediglich die Weitergabe an Dienstleister zum Zwecke des Versendens einer eMail im Namen des Adresseigners oder aber zum Zwecke des Dublettenabgleichs dar.

§8 Absenderkennung

Ein weiterer wichtiger Punkt liegt in der Absenderkennung bzw. Kennzeichnung. Dabei ist darauf zu achten, dass der Empfänger der eMail zu jeder Zeit problemlos Kontakt zum Antragsteller aufnehmen kann.

§9 Nicht zustellbare e-Mails 

Bei eMail-Adressen die nicht zustellbar sind (bouncen, engl. bounce = "abprallen", "zurückwerfen") und von denen wegen ihrer Fehlerhistorie nicht zu erwarten ist, dass sie später funktionieren, erfolgt im Idealfall eine komplette Löschung aus den Datenbeständen. Zumindest sollte man solche Adressen markieren, sodass sie nicht weiter angeschrieben werden. Entsprechende Auswertungen sind regelmäßig vorzunehmen, spätestens jedoch nach jeder dritten Aussendung oder im Abstand von zwei Wochen.

§10 Verstöße gegen die Richlinien

Verstöße gegen diese Richtlinien werden vom Organisationsgremium "Spamfreies Internet" untersucht. Das Organisationsgremium kann selbstständig oder auf Antrag (zum Beispiel bei Beschwerden) tätig werden. Das Organisationsgremium kann je nach Fall: das Verfahren einstellen, Verwarnung aussprechen, Auflagen zur Abhilfe erlassen oder das Mitglied aus dem Aktionsbündnis ausschließen.