Spamfreies Internet
Spam - Was ist das? Und was kann man
tun?
Unter Spam versteht man einen massenhaften Versand von E-Mails, die meist mit Werbung gefüllt sind. Von
allen in Deutschland verschickten E-Mails handelt es sich bei 60 bis 90 Prozent um solche unverlangten Spam –
Nachrichten.
Ursprünglich handelt es sich bei dem Begriff Spam lediglich um die Anfangsbuchstaben der Marke „Spices Pork and Ham“ von einer amerikanischen Firma für Dosenfleisch. Doch nach
einem Sketch in der Comedyserie „Monty Python’s Flying Circus“, wo der Begriff über 120 Mal
verwendet wurde und somit eine Unterhaltung unmöglich machte, wurde es zum Synonym für Werbemails. Dabei werden
verschiedene Arten von Spam unterschieden.
Am meisten erhält man sie in Form von kommerziellen Werbe-E-Mails. Gefährlicher wird es bei den sogenannten
Phishing-Mails. Diese sind meist mit täuschend echt aussehenden Logos oder Namen von anderen Firmen oder Webseiten
versehen und versuchen, an Passwörter oder Kreditkartennummern zu gelangen. Dies gelingt ihnen entweder durch einen
Virus oder Trojaner, der sich
gut getarnt in einem Anhang befindet und sich automatisch auf dem Rechner installiert, sobald man ihn öffnet.
Phishing-Mails verweisen auf einen Link, auf dem sich ein gefälschter Login für einen Service befindet, den der
Kunde tatsächlich benutzt. Gibt der Nutzer nun dort seine persönlichen Daten wie Benutzername und Passwort ein,
speichert der Hacker diese Informationen im Hintergrund ab. Eine weitere Form der Spam-Nachrichten sind
Dialer-Programme. Diese beinhalten Kettenbriefe und Scherzmeldungen, die zur Weiterleitung auffordern. Durch dieses
massenhafte Weiterleiten werden elektronische Briefkästen weltweit belastet.
Spammer gelangen dabei über zwei Wege an die E-Mail-Adressen. Entweder werden diese zufällig generiert und auf
gut Glück verschickt oder aber sie bedienen sich am weit verbreiteten Adressenhandel. Dabei können sie gegen einen
bestimmten Endpreis E-Mailadressen von Adressenhändlern erwerben. Bei vielen Anmeldungen auf Webseiten, in denen
wir aufgefordert werden, unsere E-Mail-Adresse anzugeben, befindet sich in den AGBs der Hinweis, dass die eigene
Adresse für Werbezwecke weitergegeben werden kann. Deswegen Augen auf, wo man sich anmeldet.
Spam-Nachrichten erkennt man häufig an ihren Betreffzeilen. So sind Überschiften wie „Re: Ihr Tarifwechsel“ sehr
beliebt, da es den Eindruck vermittelt, bereits mit dem Absender der Nachricht in Kontakt getreten zu sein. Doch
auch Schlagwörter wie „Klassentreffen“ treten häufig auf, da sich Spammer so als Arbeitskollegen, Freunde oder
seriöse Unternehmen ausgeben, um das Vertrauen des Empfängers zu bekommen.
Um Spam und der damit zusammenhängenden Flut an Viren oder Trojanern vorzubeugen, sollten auf jedem Rechner
zuverlässige Virenschutzprogramme, sowie Anti-Spam-Filter installiert sein. Ebenso ist darauf zu achten, dass das
Betriebssystem des Rechners permanent durch Updates aktualisiert ist. Doch auch eine gute Vorbeugung kann manch
einen vor unerwünschten Nachrichten retten. So sollte die eigene E-Mail-Adresse keine vollständigen Namen enthalten
und nur weitergegeben werden, wenn dies wirklich nötig ist.
Sehr hilfreich ist auch, sich für private und geschäftliche Zwecke je eine eigene Adresse zuzulegen. Wer gerne
im Internet surft und dabei die unterschiedlichsten Angebote nutzen möchte, kann sich auch eine extra Spam-Adresse
einrichten lassen. Diese E-Mai-Adresse ist somit rein für das Anmelden auf diversen Webseiten im Internet bestimmt.
Dadurch, dass Sie sie sonst nicht nutzen, brauchen Sie sich nicht durch einen Haufen von Spam-Nachrichten wühlen,
bis Sie wichtige, private Post gefunden haben.
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